Krankhafte Stimmungsveränderungen nehmen zu, Schizophrenien ab

TIFF  PNG  JPG

Affektive Störungen – krankhafte Stimmungsveränderungen wie Depression und Manie – sowie Schizophrenie sind diejenigen Krankheitsbilder, die im Lauf der letzten 11 Jahre in psychiatrischen Kliniken am häufigsten diagnostiziert wurden. Deutlich zugenommen, nämlich um 35%, haben zwischen 2001 und 2012 Hospitalisierungen von Patientinnen und Patienten mit affektiven Störungen. Die Behandlungen häufen sich bei beiden Geschlechtern, bei Männern (+46%) jedoch stärker als bei Frauen (+29%). Nach wie vor werden aber affektive Störungen bei Frauen öfter diagnostiziert (2012: 9‘226 gegenüber 6‘450 Fälle). Bei der Schizophrenie sind dagegen Männer in der Überzahl (2012: 4‘732 gegenüber 4‘107 Fälle). Die Häufigkeit der Diagnose Schizophrenie nimmt tendenziell ab – sowohl bei Männern (-14% zwischen 2001 und 2012) als auch bei Frauen (-15% im gleichen Zeitraum).

Psychiatrische Patientinnen und Patienten, die von Akutspitälern und anderen Leistungserbringern untersucht und behandelt wurden, sind in der Darstellung nicht enthalten. Eine Ausnahme bilden die Jahre 2006 bis 2008, weil psychiatrische Hospitalisierungen im Kanton Genf zwischenzeitlich unterschiedlichen Spitaltypen zugeordnet wurden. Die zahlenmässigen Ausreisser in der Grafik sind in diesem Zusammenhang zu lesen.