Spitalambulante Leistungen gewinnen an Bedeutung

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Spitäler und Kliniken erbrachten 2015 ambulante Leistungen im Wert von CHF 5,7 Mrd. und stationäre Leistungen im Wert von CHF 17,8 Mrd. Anteilsmässig ausgedrückt: Drei Fünftel aller stationären und ein Viertel aller ambulanten Leistungen werden von Spitälern erbracht.

Nebst Spitälern und Kliniken zeichneten andere Institutionen für die Erbringung stationärer Leistungen im Wert von CHF 12,9 Mrd. verantwortlich: Institutionen der Langzeitpflege, Institutionen für Behinderte, Institutionen für Suchtkranke sowie Institutionen für Personen mit psychosozialen Problemen. Die Gesamtheit der 2015 erbrachten stationären Leistungen betrug CHF 30,6 Mrd. und machte 39,3% der Ausgaben des gesamten Gesundheitswesens von CHF 77,8 Mrd. aus.

Die Gesamtheit der ambulant erbrachten Leistungen betrug 2015 CHF 24,5 Mrd. Ihr Anteil hat über die Jahre zugenommen von 27,6% im Jahr 1996 auf 31,5% im Jahr 2015. Die Zunahme geht vor allem auf das Konto der spitalambulanten Leistungen, deren Anteil von 3,6% auf 7,2% anstieg. Unter dem Strich nahezu unverändert bei ca. 24% blieb der Anteil der anderen ambulanten Versorger.

Die Verwaltungskosten der Krankenversicherungen (KVG und VVG) blieben in den letzten 19 Jahren stets zwischen 3% und 4% der Gesundheitskosten.

2015 änderte das BFS seine Berechnungsmethode in Bezug auf die Gesundheitsausgaben. Die starke prozentuale Veränderung des Totals ist damit zu einem guten Teil erklärbar. Der Anteil der stationären Leistungen – insbesondere der Spitäler – war aber schon nach alter Berechnungsmethode tendenziell rückläufig.