Im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt entwickeln sich die Gesundheitskosten wellenförmig

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Der Anteil der Ausgaben des Gesundheitswesens am Bruttoinlandprodukt (BIP) bewegte sich zwischen 2000 und 2015 im Bereich zwischen 9,9% (2000) und 12,1% (2015). Im Verhältnis zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verläuft die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen nicht linear nach oben, vielmehr zeigt sich eine wellenförmige Entwicklung.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Entwicklung der Kosten im stationären Sektor (Spitäler, Kliniken, Pflegeinstitutionen) und der Spitäler und Kliniken allein. Letztere wiesen im betrachteten Zeitraum BIP-Anteile zwischen 3,2% und 4,2% auf.

Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen ist bis zu einem gewissen Grad abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur, wirkt aber gleichzeitig auf diese zurück. 2009 beispielsweise ergab die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen bei gleichzeitigem Rückgang des BIP einen starken Anstieg des BIP-Anteils der Gesundheitskosten. 2010 wiederum hatte der verlangsamte Anstieg der Löhne einen bremsenden Effekt sowohl auf die Kosten als auch auf die Nachfrage von Gesundheitsleistungen.

2015 änderte das BFS seine Berechnungsmethode in Bezug auf die Gesundheitsausgaben. Die starke prozentuale Veränderung des Totals ist damit zu einem guten Teil erklärbar.