Strukturwandel: Grundversorgung immer mehr in Zentrumsspitälern

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Die Gesamtzahl der Spitäler und Kliniken hat zwischen 2001 und 2015 um 21% abgenommen. Die Anzahl Spitäler der Grundversorgung hat sich dabei halbiert, von 151 auf 66 (-56%). Hingegen ist die Zahl der Zentrumsspitäler von 26 auf 40 Betriebe angestiegen (+54%). Die psychiatrischen Kliniken verzeichneten einen Rückgang von 60 auf 49 Betriebe (-18%). Die Zahl der Rehabilitationskliniken ist nach einem Rückgang von 2001 bis 2013 von 46 auf 43 (-7%), im Jahr 2015 wieder gestiegen und hat mit 50 Betrieben sogar den anfänglichen Messwert (46) übertroffen (+9%). Unter dem Strich leicht zugenommen hat auch die Gesamtzahl der Spezialkliniken (2001: 81; 2015: 83), die auf Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Geriatrie und diverse andere Gebiete spezialisiert sind.

Die Zentrumsspitäler behandelten 2015 die meisten Fälle (vgl. Hospitalisierungen nach Spitaltyp), und sie erbrachten auch die meisten Pflegetage. 2001 lagen die Grundversorger bei diesen beiden Leistungsindikatoren noch klar vorne.

Die unterschiedliche Entwicklung im Bereich Akutsomatik ist unter anderem das Resultat von Zusammenschlüssen (Fusionen, Spitalgruppenbildungen), wodurch einstige Grundversorger zu Zentrumsversorgern wurden. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Zahl der Grundversorger liegt in der Schliessung von Kleinstspitälern.