Spitäler in Zeiten des Wachstums und der Redimensionierung

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Betrachtet man die Anzahl Spitäler und Spitalbetten nach dem Zweiten Weltkrieg im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, so lassen sich drei Phasen unterscheiden:

• 1950-1969: Stagnation
• 1970-1982: Ausbau
• 1983-2015: Abbau

In den Fünfziger und Sechziger Jahren wuchs die Bevölkerungszahl rasch an. Die Spitäler vermochten damit zunächst nicht Schritt zu halten. Erst ab den Siebziger Jahren fand der nun forcierte Ausbau der Strukturen auch im Verhältnis zur Bevölkerung seinen Niederschlag. Nach Erreichen der Sättigung Anfang der Achtziger Jahre begann eine lang anhaltende Abbauphase, die bis heute andauert. (Die Auf- und Abwärtsbewegung zwischen 1989 und 1996 ist auf eine ungenaue Erhebung zurückzuführen und ist in dieser Zeit nicht als Abbild der Realität zu verstehen.)

Pro 100‘000 Einwohner gerechnet, nahm die Anzahl der Spitäler zwischen 1982 und 2015 von 7,2, auf 3,5 ab, was fast einer Halbierung gleichkommt. Die Zahl der Betten pro 1‘000 Einwohner reduzierte sich im gleichen Zeitraum um drei Fünftel, von 11,9 auf 4,6. Die Werte für 2015 liegen klar unter jenen zu Beginn der Ausbauphase (1969: 4,1 Spitäler auf 100‘000 bzw. 8,7 Betten auf 1‘000 Einwohner).