Zentrumsspitäler gewinnen immer mehr an Bedeutung

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Die Spitäler behandelten 2015 schweizweit 1,4 Mio. stationäre Fälle, die Akutspitäler der Zentrumsversorgung über drei Fünftel davon, nämlich 876‘422 Fälle (62%). Zwischen 2004 und 2015 verzeichneten die Zentrumsspitäler eine Zunahme der Fälle um 100%. Sie überholten damit die bis dahin führenden Akutspitäler der Grundversorgung. Deren Fallzahlen sanken im gleichen Zeitraum um 37% auf 312‘143. Ihr Anteil am Total der Fälle betrug 2015 noch 22%. Gesamthaft behandelten die Akutspitäler 2015 1,188 Mio. Fälle (84%).

Die gegenläufige Entwicklung der Fallzahlen der Zentrums- und Grundversorgungsspitäler passt zur Entwicklung der entsprechenden Strukturdaten (siehe Spitaltypen). Sie ist u.a. das Resultat von Zusammenschlüssen (Fusion, Spitalgruppenbildung), wodurch einstige Grundversorger zu Zentrumsversorger wurden.

Die verbleibenden 16% der Hospitalisierungen verteilten sich auf psychiatrische Kliniken (59‘466 Fälle, 4%), Rehabilitationskliniken (51‘993, 4%) sowie andere Spezialkliniken (105‘200, 8%). Die Fallzahlen in diesen Segmenten waren im betrachteten Zeitraum gewissen Schwankungen unterworfen (siehe Hospitalisierungen Psychiatrie und Hospitalisierungen Rehabilitation). Zu beachten ist bei diesen beiden Segmenten ferner, dass die Aufenthaltsdauer unterschiedlich ist.