38% mehr Muskel-Skelett-Krankheiten als vor 14 Jahren

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Die drei häufigsten Diagnosegruppen in schweizerischen Spitälern und Kliniken waren zwischen 2001 und 2015 immer Muskel-Skelett-Krankheiten, Verletzungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Dahinter folgten Krankheiten des Verdauungssystems, Tumor, Schwangerschaft und Geburt sowie psychische Krankheiten. (Vgl. Häufigste Diagnosen und Indikatoren)

Mit plus 40% am stärksten zugenommen hat in diesem Zeitraum die Gruppe der Verletzungen. Insgesamt fast ebenso stark zugenommen, um 38%, hat die grösste Gruppe, diejenige der Muskel-Skelett-Krankheiten, inklusive Krankheiten des Bindegewebes. Relativ moderat verlief die Entwicklung bei den Herz-Kreislauf-Krankheiten (+17% zwischen 2001 und 2015), die unverändert die drittgrösste Diagnosegruppe bilden (2015: 151‘199 Fälle).

Bei den Krankheiten des Verdauungssystems ist zwischen 2001 und 2008 eine starke Zunahme zu beobachten (+33%), danach eine rückläufige Tendenz (-2% zwischen 2008 und 2015). Gerade umgekehrt die Entwicklung bei den Tumordiagnosen: Nach jahrelanger Stagnation stiegen diese zwischen 2008 und 2015 umso deutlicher an (+23%). Beide Diagnosegruppen wiesen 2015 annähernd gleich viele Fälle auf (Verdauung: 120‘555; Krebs: 116‘475).

Die psychiatrischen Diagnosen verzeichneten unter dem Strich eine Zunahme von 40%. Mit 97‘878 Fällen bildeten sie 2015 die sechstgrösste Gruppe, wie stets ausser von 2006 bis 2008. Die statistischen Ausreisser in dieser Zeitspanne sind vermutlich auf Effekte der Erhebung und Auswertung zurückzuführen.