• Patienten und Fälle

    Die Spitäler behandeln immer mehr Patienten

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    Zwischen 2003 und 2015 stieg die Zahl der in Spitälern und Kliniken stationär behandelten Patienten um 19,3% von 0,9 Mio. auf 1,05 Mio. Im selben Zeitraum nahm die Zahl der stationären Spitalfälle um 22,2% zu, von 1,17 Mio. auf 1,43 Mio.
    Die Differenz zwischen Anzahl Patienten und Anzahl Fälle ergibt sich durch die Mehrfachhospitalisierungen (vgl. Mehrfachhospitalisierungen). 

  • Eintritte

    Zunahme der Notfall-Einweisungen

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    2015 wurden 1,430 Mio. stationäre Fälle registriert. Fast die Hälfte davon (48%) waren geplante Eintritte. Etwas mehr als zwei Fünftel (43%) traten ungeplant als Notfälle ein. 6% aller Eintritte waren Geburten, und 3% erfolgten aus anderen Gründen.

    Auffallend ist die ab 2008 stark gegenläufige Entwicklung der Notfälle und der geplanten Eintritte. Erstere nahmen anteilsmässig um 8% zu (von 35 auf 43%), letztere um 12% ab (von 60 auf 48%). Zahlenmässig stiegen die Notfälle zwischen 2000 und 2015 um über 200‘000, was einer Zunahme um 66% entspricht.
    Der Anteil der Geburten ist seit 2000 leicht steigend. Zahlenmässig haben die Geburten jedoch beachtlich zugenommen, nämlich um 31‘196 oder 55%. Die Zahl der stationären Fälle insgesamt nahm im gleichen Zeitraum um 27% zu.

    Die Veränderungen zwischen 2008 und 2009 können durch Anpassungen von statistischen Erfassungen und den Erhebungen mitverursacht sein.

  • Aufenthaltsdauer

    Patienten bleiben heute weniger lang im Spital

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    2015 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Schweizer Spitälern und Kliniken 8,3 Tage. Das bedeutet eine Verringerung von 2,9 Tagen oder 26% gegenüber 2001. Die Aufenthaltsdauern in den verschiedenen Leistungsbereichen unterscheiden sich jedoch stark. Am kürzesten ist sie in der Akutsomatik mit 6,1 Tagen, am längsten in der Psychiatrie mit 33,1 Tagen. Die Rehabilitation weist durchschnittlich 23,6 Tage auf. In allen Leistungsbereichen ist zwischen 2001 und 2015 eine Abnahme zu verzeichnen (Akutsomatik -3,2 Tage, Rehabilitation -2,1 Tage und Psychiatrie -5,1 Tage).

    Nicht in diesen Auswertungen integriert sind die Langlieger. In 294 Fällen blieben die Patienten über ein Jahr lang hospitalisiert. Der Schnitt bei den Langliegern beträgt 1‘311 Tage (vgl. durchschnittliche Aufenthaltsdauer länger als 1 Jahr).

    Die abrupte Senkung von 2014 auf 2015 ist weitgehend auf statistische Effekte zurückzuführen, da der Austrittstag nicht mehr mitgezählt wird.

  • Pflegetage

    Zahl der Pflegetage ist in den letzten 30 Jahren deutlich zurückgegangen

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    Die Entwicklung der Pflegetage seit Ende des Zweiten Weltkrieges lässt sich wie folgt beschreiben: In einem Zeitraum von rund dreissig Jahren wuchs die Zahl der Pflegetage zwischen 1947 und 1982 stetig und verdoppelte sich von 11,6 Mio. auf 23,2 Mio. Der Wachstumsphase folgte eine rund 30-jährige Abbauphase. Bis 2015 sank mit 11,6 Mio. Pflegetagen die Anzahl praktisch auf das Niveau Anfang der 1940-er Jahre. Dies entspricht einer Reduktion um 50% gegenüber 1982.

    Die Gründe für die Wachstumsphase liegen primär in der Bevölkerungszunahme. Diese erzeugte eine verstärkte Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und einen entsprechenden Ausbau der Spitalstrukturen. Die Redimensionierung erklärt sich unter anderem auch durch den medizinisch-technischen Fortschritt und die damit verbundene Reduktion der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer im Spital. 1982 betrug diese 25,4 Tage, 2015 nur noch 8,3 Tage. Damit einher ging auch ein Abbau der Spitalstrukturen (vgl. Anzahl Spitäler/Spitalbetten).

    Die Datenlage für die Neunzigerjahre ist dürftig; die Werte für die Jahre 1995–1997 sind hochgerechnet. Die Grafik gibt die Realität daher in diesem Zeitabschnitt nur näherungsweise wieder.

    Die abrupte Senkung von 2014 auf 2015 ist weitgehend auf statistische Effekte zurückzuführen, da der Austrittstag nicht mehr mitgezählt wird.

  • Häufigste Diagnosen: Geschlecht

    Spitaleintritte wegen Muskel-Skelett-Krankheiten sind am häufigsten

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    Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes waren in Akutspitälern 2015 der häufigste Grund für Spitaleintritte. Spitäler und Kliniken registrierten 185‘188 Fälle oder 12,9%, wobei Frauen, insbesondere über 70-jährige, klar häufiger betroffen waren als Männer (103‘690 vs. 81‘498 Fälle).

    Die zweithäufigste Diagnosegruppe betraf Verletzungen (179‘122 Fälle bzw. 12,5%). Bei Frauen und Männern, wurden sie ungefähr gleich häufig diagnostiziert (je rund 89‘500 Fälle). Die Gruppe umfasst Körperverletzungen, Verbrennungen oder Verätzungen, Erfrierungen, Vergiftungen sowie andere Folgen äusserer Ursachen, aber auch Komplikationen bei Eingriffen und Behandlungen. Auch Spätfolgen von Verletzungen, Vergiftungen und sonstigen Auswirkungen äusserer Ursachen zählen dazu.

    Herz-Kreislauf-Krankheiten bildeten mit 151‘199 Fällen (10,6%) die dritthäufigste Gruppe. Sie wurden bei Männern (87‘220 Fälle) klar häufiger diagnostiziert als bei Frauen (63‘979 Fälle).

    Frauen traten am häufigsten aufgrund von Muskel-Skelett-Krankheiten in Spitäler ein, sogar häufiger als wegen Schwangerschaft und Geburt (102‘928 Fälle). Bei Männern waren Herz-Kreislauf-Krankheiten der häufigste Eintrittsgrund, knapp vor Verletzungen.