These 1: Kostendach mehrheitlich skeptisch beurteilt

Eine politische Steuerung der Gesundheitskosten stösst bei den Befragten auf deutlich mehr Akzeptanz, als diese Kosten dem Markt zu überlassen. Das Instrument Kostendach wird jedoch mehrheitlich skeptisch beurteilt, wobei die Stimmberechtigten am ehesten der Einführung eines Kostendachs auf Kantonsebene zustimmen würden.

Die Stimmberechtigten trauen zurzeit eher der Politik als dem Markt zu, die Kosten im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Wenn die Politik dabei aber zum Instrument eines Kostendachs greift, bei dem eine jährliche Obergrenze definiert wird, innerhalb welcher Leistungen über die Grundversicherung abgerechnet werden dürfen, schmilzt die Zustimmung in der Bevölkerung.

Am ehesten können sich die Stimmberechtigten ein Kostendach pro Kanton vorstellen. Die Kantone sind es dann auch, welche aus Sicht der Befragten die Kosten am ehesten steuern sollen. Die Zustimmung zu einem Kostendach pro Kanton ist aber sehr knapp. Es ist ungewiss, ob die Zustimmung auf diesem Niveau bleiben wird, wenn im öffentlichen Diskurs insbesondere auf die individuellen Nachteile eines solchen Systems eingegangen wird. Klar als nicht sinnvoll erachten die Befragten Kostenregelungen für einzelne Leistungserbringer.