Trotz gefühlter starker Kostenbelastung Zufriedenheit mit der Mittelverteilung

Die Gesundheitskosten werden weiterhin als belastend empfunden. Es zeichnen sich jedoch keine Bereiche im Spitalwesen ab, in welchen die Stimmberechtigten eindeutig sparen wollen. Die Spitalfinanzierung über Krankenkassenprämien und Steuern ist mehrheitlich akzeptiert.

Die gefühlte Belastung durch die Gesundheitskosten von Personen mit mittleren Haushaltseinkommen ist 2017 deutlich angestiegen. Seither ist sie leicht zurückgegangen, bleibt aber auf hohem Niveau. Selber zu bezahlende Kosten sind ein mittelwichtiger Entscheidungsfaktor für ein Spital oder eine Klinik.

Trotz gefühltem Kostendruck ist in allen abgefragten Bereichen des Spitalwesens eine Mehrheit der Stimmberechtigten mit der heutigen Mittelverteilung zufrieden. Die Aus- und Abbauwünsche über alle Bereiche sind ausgeglichener als noch im Vorjahr. Am ehesten wünschen sich die Befragten einen Ausbau bei der Kinder- und Altersmedizin sowie bei Regionalspitälern. Neben den Spezialärztinnen und ärzten in Praxen und den psychiatrischen Kliniken, welche schon länger potenzielle Sparziele darstellen, möchten die Befragten zunehmend auch bei Allgemeinmedizinerinnen und medizinern sparen.

Die Mehrheit der Stimmberechtigten akzeptiert die Spitalfinanzierung sowohl durch die Krankenkassen als auch durch den Staat. Die Akzeptanz der staatlichen Finanzierung hat in den letzten Jahren aber stetig abgenommen.