Krankenkassen sollen nicht über eine Zulassungsbeschränkung entscheiden

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68 Prozent (−2) der Befragten würden die Kantone über eine Zulassungsbeschränkung entscheiden lassen. Sowohl Personen mit hohen (77%) als auch tiefen Haushaltseinkommen (76%) stimmen einer kantonalen Lösung überdurchschnittlich zu. Das gilt auch für Personen aus der Deutschschweiz (71%). Nur eine Minderheit der Stimmberechtigten ohne Parteipräferenz würde die Kantone mitentscheiden lassen (45%). Dem Bund würden 40 Prozent der Befragten (+4) das Entscheidungsrecht zukommen lassen, knapp gefolgt von Markt (38%, −7). Am wenigsten möchte man, dass die Krankenkassen entscheiden (23%). Im Vergleich zum Vorjahr ist hier die Bereitschaft um 14 Prozentpunkte zurückgegangen.

Knappe Mehrheiten für ein Entscheidungsrecht durch den Bund gibt es unter Personen mit mittleren Haushaltseinkommen (55%) sowie in der französischsprachigen Schweiz (53%). Überdurchschnittlich stimmen auch Personen mit einem höheren Bildungsabschluss zu (44%). Unter 30- bis 39-Jährigen wird der Vorschlag unterdurchschnittlich gutgeheissen (21%). Eine Marktlösung findet bei parteipolitisch Ungebundenen eine klare Mehrheit (73%) sowie bei 18- bis 29-Jährigen (51%). Überdurchschnittliche Zustimmung erhält diese auch bei Personen im mittleren Einkommenssegment (48%) sowie in grossen Agglomerationen (45%). Kaum Zustimmung erhält eine Marktlösung hingegen in der französischsprachigen Schweiz (28%).

Leicht überdurchschnittliche Werte für eine Entscheidung durch die Krankenkassen finden sich in ländlichen Regionen (29%). Stärkere Abweichungen zeigen sich in der italienischsprachigen Schweiz: Eine klare Mehrheit (67%) würde die Krankenkassen entscheiden lassen, während sowohl der Kanton (37%) als auch der Bund (5%) klar nicht entscheiden sollen. Hinsichtlich einer Marktlösung (38%) weicht die italienischsprachige Schweiz nicht vom nationalen Durchschnitt ab.