Politische Kostensteuerung knapp mehrheitsfähig

SVG 

Die politische Steuerung der Kosten im Gesundheitswesen bleibt bei den Stimmberechtigten mehrheitsfähig (52%). Innert Jahresfrist ist die Zustimmung dazu jedoch um 14 Prozentpunkte zurückgegangen, während die Meinung, man solle die Entwicklung der Kosten dem Markt überlassen (39%), sich im gleichen Umfang verstärkt hat.

In der französischsprachigen Schweiz (71% «politisch steuern») ist der Wunsch nach einer politischen Steuerung klar mehr verbreitet als in der deutsch- (47%) und italienischsprachigen Schweiz (44%).

Mit zunehmendem Haushaltseinkommen ist eine politische Steuerung akzeptierter: Befragte, die über 7'000 bis 9'000 Franken (59%) oder über 9'000 Franken (58%) verdienen, stimmen einer politischen Steuerung eher zu als jene, welche nur bis zu 3'000 Franken (29%) oder zwischen 3'000 und 5'000 Franken verdienen (42%).

In den vier grössten Parteien ist eine Mehrheit der Befragten für die politische Steuerung; am stärksten ist die Zustimmung unter CVP-Sympathisierenden (63%). Es folgen SP und FDP (je 58%) sowie SVP (53%). Bei den Parteiungebundenen würden 46 Prozent die Kostenentwicklung dem Markt überlassen, während 36 Prozent eine politische Steuerung wünschen.