Kostendach für bestimmte Leistungsbereiche als Favorit

SVG 

Ein Kostendach pro Kanton kommt für die Befragten 2019 kaum mehr in Frage: Nur noch 13 Prozent (−35) halten ein kantonales Kostendach für sinnvoll. Im Vorjahr war dies noch die am meisten befürwortete Variante.

Keine Untergruppe erachtet ein kantonales Kostendach mehrheitlich als sinnvoll, ausser die Stimmberechtigten in der italienischsprachigen Schweiz, wo gleich viele ein solches sinnvoll wie nicht sinnvoll erachten (je 48%). Überdurchschnittliche Zustimmung erhält es von Parteiungebundenen (25%).

Neben einem kantonalen Kostendach wird auch ein schweizweites Kostendach verworfen (16%, −13). Auch hierfür sprechen sich neben den Parteiungebundenen (24%) am ehesten die italienisch- (45%), aber auch die französischsprachigen Befragten (29%) aus.

Auch 2019 sind die Stimmberechtigten zwar mehrheitlich für eine politische Steuerung, stimmen aber der konkreten Umsetzung in Form eines Kostendachs klar weniger zu. Am ehesten kommt für sie ein Kostendach für bestimmte Leistungsbereiche (33%, −3) oder pro Leistungserbringer (30%, +14) in Frage.

Ein Kostendach für bestimmte Leistungsbereiche kann sich die Mehrheit der Befragten aus der italienischsprachigen Schweiz vorstellen (54%). Überdurchschnittlich wären auch die Sympathisierenden der FDP (43%) sowie Personen aus kleinen und mittleren Agglomerationen (42%) für den Vorschlag. Ein Kostendach pro Leistungserbringer findet in der italienischsprachigen Schweiz (50%) und in der Westschweiz (56%) mehrheitlich Zustimmung. Minderheiten für ein Kostendach pro Leistungserbringer finden sich bei Personen zwischen 50 und 59 Jahren (43%), welche sich selbst politisch rechts der Mitte einordnen (42%) oder aus kleinen und mittleren Agglomerationen stammen (41%).

Es bleibt dabei: Politische Steuerung der Gesundheitskosten ist im Grundsatz akzeptiert; die Krux liegt in der konkreten Ausgestaltung.