Bei Kostensteuerung wenig Vertrauen in die Tarifpartner

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Fast drei Viertel der Befragten wollen den Kantonen eine Mitsprache in der politischen Steuerung der Kosten geben. Überdurchschnittliche Zustimmung findet sich bei Sympathisierenden der SP (83%), der CVP (81%), bei tieferen Bildungsabschlüssen (82%) und in der deutschsprachigen Schweiz (78%). Sowohl die jüngsten (18 bis 29 Jahre: 79%) als auch die ältesten Befragten (ab 70 Jahren: 78%) votieren leicht überdurchschnittlich für die kantonale Lösung.

Gut die Hälfte der Stimmberechtigten möchte den Bund nicht in dieser Rolle wissen. Vor allem 30- bis 39-Jährige (71%) vertreten diese Position. Mehrheiten für eine aktive Rolle des Bundes finden sich in mittleren Einkommensklassen (CHF 5'000 bis 7'000: 56%) und in der französischsprachigen Schweiz (55%). Zwischen der politischen Linken und Rechten gibt es keinen signifikanten Unterschied.

Rund zwei Drittel der Befragten finden, dass die Tarifpartner die Kosten nicht (mit-)steuern sollen. Vor allem in der französischsprachigen Schweiz (74% «soll nicht steuern») stösst dies auf Widerstand. Unter den parteipolitisch Ungebundenen könnte sich eine Mehrheit (54%) eine (Mit-)Steuerung durch die Tarifpartner vorstellen. Diese Einschätzung teilen auch überdurchschnittlich viele Personen mit tiefen Haushaltseinkommen (47%), hohem Bildungsabschluss (35%), zwischen 18 und 29 Jahren (38%) sowie in grossen Agglomerationen (38%).

Eine konträre Haltung zu den restlichen Landesteilen weisen die Befragten der italienischsprachigen Schweiz auf: 61 Prozent sind für eine (Mit-)Steuerung durch die Tarifpartner. 46 Prozent sind dafür, dass der Kanton mitsteuert. Den Bund sehen 13 Prozent in dieser Rolle.