Qualität rechtfertigt hohe Gesundheitskosten zunehmend

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Die gefühlte finanzielle Belastung mittlerer Einkommen durch Gesundheitskosten bleibt hoch (88% «sehr einverstanden» oder «eher einverstanden»), nimmt aber leicht ab (−6). Dieses Gefühl ist in allen soziodemografischen Subgruppen klar vorhanden. Am grössten ist hier die Zustimmung bei den CVP-Sympathisierenden (99%) sowie in der Alterskategorie zwischen 30 und 39 Jahren (96%).

73 Prozent der Befragten (+1) stimmen einer Spitalfinanzierung durch Krankenkassen zu. Diese Zustimmung hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter leicht von einer staatlichen Finanzierung (62%, −4) hin zu einer Finanzierung durch Krankenkassen bewegt (siehe Kosten im Gesundheitswesen 2). Zu Beginn der Untersuchungsreihe war eine Finanzierung durch den Staat noch deutlich akzeptierter.

Eine Finanzierung durch die Krankenkassen wird überdurchschnittlich in der italienisch- (85%) und deutschsprachigen Schweiz (80%) sowie von Personen mit tieferem Haushaltseinkommen (81%) gefordert. In der französischsprachigen Schweiz will dies nur eine Minderheit (46%).

Neu sind rund zwei Drittel (66%, +13) der Befragten der Meinung, dass die hohe Qualität im Gesundheitswesen die hohen Kosten rechtfertigt. 2014/15 war dies eine Minderheitsmeinung. Für Personen ab 70 Jahren (73%), mit tiefem Bildungsabschluss (76%), tieferem Einkommen (74%) und in der deutschsprachigen Schweiz (75%) ist Qualität leicht überdurchschnittlich ein Rechtfertigungsgrund hoher Kosten.