Hausärzte sollen vermehrt entscheiden

SVG  PNG  JPG

Wie 2017 wollen die Befragten den Spezialisten (72% «entscheiden», −4) gefolgt von den Hausärzten (68%, +4) die Entscheidung überlassen, ob eine sehr teure, von der Krankenkasse bezahlte Behandlung, durchgeführt werden soll. Während zu Beginn der Umfragereihe die Spezialisten den Hausärzten in dieser Frage klar vorzogen wurden, hat sich seither diese Differenz kontinuierlich verringert.

Vor allem in der französischsprachigen Schweiz (93%) wünscht man sich eine Entscheidung durch Spezialisten. Dies gilt auch für Personen mit mittleren Einkommen (81%) und in grossen Agglomerationen (80%). Eine Entscheidung der Hausärzte wird ebenfalls in der französischsprachigen Schweiz (85%) und in der mittleren Einkommensschicht (74%) überdurchschnittlich gewünscht, sowie in ländlichen Regionen (75%).

Die Hälfte der Befragten (50%, ±0) würde die Patienten entscheiden lassen. Eine Minderheit von 30 Prozent (+8) würde auch der Kranken- oder Unfallversicherung ein Entscheidungsrecht einräumen. Vor allem Parteiungebundene wünschen sich, dass Patienten entscheiden (83%). Überdurchschnittliche Zustimmung findet sich hierfür zudem bei Personen mit tiefem Bildungsabschluss (68%), tieferem Einkommen (63%), in der deutschsprachigen Schweiz (64%), ab 70 Jahren (62%), unter 30 Jahren (58%) oder mit Parteipräferenz für die SVP (60%). Personen zwischen 50 und 59 Jahren, mit mittleren Haushaltseinkommen (je 40%) oder FDP-Parteisympathie (37%) sind überdurchschnittlich dafür, dass die Kranken oder Unfallversicherung entscheidet.

Ein anderes Muster weist die italienischsprachige Schweiz auf: Eine Mehrheit der Befragten kann sich eine Entscheidung durch die Kranken- oder Unfallversicherung vorstellen (60%). 35 Prozent finden, dass die Patienten entscheiden sollen, 21 Prozent wollen, dass die Spezialisten und 13 Prozent, dass die Hausärzte entscheiden.