Wunsch nach regionalem Angebot nimmt zu

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Einerseits nimmt die Forderung nach einem Spital in jeder Region zu (78% «sehr einverstanden» oder «eher einverstanden», +10), andererseits nimmt der Wunsch nach Zentralisierung von hochspezialisierten Behandlungen wieder ab (66%, −12). In den letzten drei Jahren war die Priorisierung umgekehrt. Einzig im ersten Befragungsjahr bezogen die Stimmberechtigten deutlicher für ein breites Angebot Position (siehe Dichte Spitalnetz 2).

Für ein Spital oder eine Klinik in jeder Region votieren vor allem Befragte ab 70 Jahren (88%), aber auch Personen, die sich politisch in der Mitte einordnen (84%), der deutschsprachigen Schweiz und aus kleinen bis mittleren Agglomerationen (je 82%). Wie in den Vorjahren relativiert sich der Wunsch nach einer hohen Dichte dadurch, dass die Befragten deutlich der Ansicht sind, dass in Bezug auf Spitäler und Kliniken Qualität wichtiger als Nähe ist (89%, +2), und dass sie für wichtige Behandlungen auch in einen anderen Kanton gehen würden (89%, +5).

30- bis 39-Jährige und Personen, welche in den letzten zwölf Monaten nicht in Behandlung oder Kontrolle waren, betonen am stärksten, dass Qualität wichtiger als Nähe ist (je 97%). Die tiefste Zustimmung zu dieser Aussage findet sich bei den ältesten Befragten (70%) und den tieferen Einkommen (71%). Die 30- bis 39-Jährigen geben am deutlichsten an, für eine wichtige Behandlung einen anderen Kanton aufzusuchen (96%). 60- bis 69-Jährige (79%) sowie Personen aus der italienisch- (79%) und französischsprachigen Schweiz (80%) sind leicht seltener, jedoch ebenfalls mehrheitlich dazu bereit.