Landbevölkerung befürwortet Zentralisierung hochspezialisierter Medizin

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Der Wunsch nach Zentralisierung von hochspezialisierten Behandlungen nimmt wieder ab (66%, −12), während die Forderung nach einem Spital in jeder Region zunimmt (78% «sehr einverstanden» oder «eher einverstanden», +10) (siehe Dichte Spitalnetz 1). In den letzten drei Jahren war die Priorisierung umgekehrt. Einzig im ersten Befragungsjahr bezogen die Stimmberechtigten deutlicher für ein breites Angebot Position. Trotzdem ist und bleibt eine Mehrheit der Meinung, dass wir uns ein so dichtes Spitalnetz wie heute eigentlich nicht mehr leisten können (58%, +7).

Für eine stärkere Zentralisierung der hochspezialisierteren Behandlungen sind Personen, welche in den letzten zwölf Monaten nicht in Behandlung oder Kontrolle waren (87%), 30- bis 39-Jährige (79%) sowie die Landbevölkerung (77%). Dass wir uns ein so dichtes Spitalnetz nicht mehr leisten können, stimmen überdurchschnittlich viele Personen zu, welche im vergangenen Jahr nicht zur Behandlung oder Kontrolle waren (70%), auf dem Land (66%) mit hohem Einkommen (63%) und in der Deutschschweiz (60%). Nicht geteilt wird diese Aussage in der italienischsprachigen Schweiz (28%). Bei Personen, welche sich politisch links einordnen, liegt die Zustimmung bei unterdurchschnittlichen 51 Prozent.