Konzept zur Qualitätsentwicklung

Die Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) «Stärkung der Qualität und Wirtschaftlichkeit» fordert im neuen Art. 58a künftig den Abschluss von gesamtschweizerischen Verträgen über die Qualitätsentwicklung zwischen den Verbänden der Leistungserbringer und der Krankenversicherer (Qualitätsverträge). Die Vertragspartner haben sich im Konzept zur Qualitätsentwicklung auf zentrale Qualitätselemente geeinigt, anhand welcher die Spitäler und Kliniken die Qualität verbindlich, nachweislich und transparent entwickeln (siehe Grafik). Das Konzept bildet nach dessen Vernehmlassung die Grundlage für die Ausarbeitung der zukünftigen Qualitätsverträge nach nKVG 58a.

Die Leistungserbringer setzen pro Themenbereich (1) betriebsinterne Qualitätskonzepte (z.B. Hygienekonzept) nach definierten Anforderungen um (PDCA-Zyklus) (2). Gleichzeitig wählen die Leistungserbringer pro Themenbereich mindestens eine vertraglich anerkannte Qualitätsverbesserungsmassnahme (3), welches sie im betriebsinternen Qualitätskonzept verankern und umsetzen. Sowohl bestehende (z.B. swissnoso SSI) als auch betriebsinterne Qualitätsverbesserungsmassnahmen (z.B. zur Händehygiene) können anerkannt werden.
Die Umsetzung der Qualitätskonzepte und der ausgewählten Qualitätsverbesserungsmassnahmen werden von den Leistungserbringern selbstdeklariert (4). Gleichzeitig wird die Erfüllung der Anforderungen an betriebsinterne Qualitätskonzepte pro Themenbereich stichprobenartig (Zufall oder aufgrund von ANQ-Resultaten) durch eine externe Prüfstelle überprüft (5). Die Selbstdeklaration sowie die Prüfungsresultate werden publiziert (6).

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Andreas  Schittny

Andreas Schittny

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