1. ERFA-Tagung Materioviglance – gemeinsam für sichere Medizinprodukte
Rund 200 Fachpersonen vernetzten sich an der von H+ und Swissmedic gemeinsam veranstalteten ERFA-Tagung Materiovigilance.
Das Programm an der Materiovigilance-Tagung in Olten verband Theorie mit Praxis: Von Inputvorlesungen über gesetzliche Grundlagen, der neuen guten Praxis für Materiovigilance im Spital, Inspektionen und Verankerung der Materiovigilance im QMS, Best-Practice-Beispielen zu Risikobewertung und Meldesystemen bis hin zu praxisorientierten Workshops zu FSCA, digitaler Meldung schwerwiegender Vorkommnisse und wirkungsvollen Schulungen.
Fachpersonen aus Behörden, Verwaltung, Spitälern und Fachanwendern diskutierten zudem am Podiumsgespräch über Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI sowie über das Spannungsfeld zwischen Innovation und Regulierung, Marktdynamik und Patientenschutz in einem schnell wachsenden Markt.
Erkenntnisse aus der Tagung
Die Tagung hat gezeigt: Materiovigilance funktioniert nur, wenn alle Beteiligten – Spitäler und Kliniken, Industrie, Behörden und Bildungsinstitutionen – an einem Strang ziehen. Inspektionen sind Lernchancen, nicht Kontrollen. Jede Meldung schützt Patient:innen und Anwendende. Gelingende Materiovigilance bedingt aber klare Verantwortlichkeiten, funktionierende Prozesse, anwenderorientierte Schulungen, Lernkultur, Qualitätsbewusstsein und ausreichend Ressourcen sowie tägliches Monitoring und regelmässige Audits.
Swissmedic wird die gute Praxis Materiovigilance im Spital voraussichtlich noch im ersten Quartal dieses Jahres veröffentlichen. Es ist ein ausführlicher und verpflichtender Leitfaden für die konkrete Umsetzung der Materiovigilance im Spital- und Klinikumfeld. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Mitwirkenden und an unseren Hauptsponsor Swiss Safety Center.
Fazit: Materiovigilance ist Patientensicherheit – jede Meldung zählt!
Die Präsentationen der Veranstaltung sind (Deutsch und Französisch) sind unter Dokumente verfügbar. Eine italienische Version folgt bis Mitte Februar 2026.
