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Föderalistische Lösung bevorzugt

 

Bei einer Zulassungsbeschränkung setzen die Befragten auf föderalistische Lösungen: 70 Prozent würden die Kantone über Zulassungsbeschränkungen entscheiden lassen gegenüber 36 Prozent, welche dies als Bundesaufgabe sehen.

Am stärksten für eine (Mit-)Entscheidung durch die Kantone sind Sympathisierende von CVP (82%) und FDP (78%). Bei den Französischsprachigen vertrauen nur 59 Prozent den Kantonen. In der Romandie schneiden aber auch alle anderen Entscheidungsträger schlechter ab, was sich aus ihrer grundsätzlich stärkeren Ablehnung der Zulassungsbeschränkung ergibt.

Uneinigkeit herrscht darüber, ob man die Entscheidung dem Markt und damit letztendlich den Patientinnen und Patienten selber überlassen will: 45 Prozent befürworten dies, 49 Prozent sind dagegen. Schliesslich möchten nur 37 Prozent, dass die Krankenkassen (mit-)entscheiden.

Für eine Beschränkung durch den Markt sind mehrheitlich Personen mit einem tiefen Bildungsabschluss (64%), einer schlechten Gesundheit (55%), 18- bis 29-Jährige (55%), Deutschsprachige (52%), Personen, die sich selber politisch in der Mitte verorten (53%) und SVP-Sympathisierende (52%). Mehrheitlich für einen Entscheid durch die Krankenkassen sind Personen mit sehr tiefem Einkommen (64%), wobei diese auch bei allen anderen Akteuren eine überdurchschnittlich hohe Zustimmung aufweisen. Überdurchschnittlich für eine Entscheidung durch die Krankenkassen sind CVP- (45%) und FDP-Sympathisierende (46%).