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Zulassungsbeschränkung wird kritisch gesehen

 

Eine relative Mehrheit der Stimmberechtigten ist gegen die Bestrebungen zur Zulassungsbeschränkung neuer Arztpraxen: 48 Prozent der Befragten sind sehr oder eher dagegen, 36 Prozent sehr oder eher dafür, die Zulassung von neuen Arztpraxen zu beschränken. Die Meinungsbildung zu diesem Thema scheint bei den Stimmberechtigten noch nicht weit gereift zu sein. Darauf deutet, neben den 16 Prozent, welche keine Meinung äussern, dass nur 21 Prozent in ihrer Meinung gefestigt bzw. «sehr dafür» oder «sehr dagegen» sind. Die aktuell geäusserte Haltung scheint demnach zu einem grösseren Teil auf einem Bauchgefühl zu beruhen.

Während in der deutschsprachigen Schweiz das Verhältnis etwa ausgeglichen ist (39% «sehr dafür» oder «eher dafür» zu 44% «sehr dagegen» oder «eher dagegen»), sind die italienischsprachige (32% zu 56%) und insbesondere französischsprachige Schweiz (31% zu 61%) deutlich kritischer eingestellt. Sympathisierende der CVP (46% zu 39%) sind am ehesten für eine Zulassungsbeschränkung, bei FDP (42% zu 48%) und SVP (40% zu 48%) sind knappe, relative Mehrheiten dagegen. Bei den SP-Sympathisierenden (29% zu 58%) und den Parteiungebundenen (22% zu 53%) äusserte sich die absolute Mehrheit der Befragten ablehnend.

Eine hohe, wenn auch minderheitliche Zustimmung zu einer Zulassungsbeschränkung neuer Arztpraxen findet sich zudem unter 30- bis 39- sowie 50- bis 59-Jährigen und Personen mit hohen Haushaltseinkommen (je 43%).