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Kaum Befragte ohne Spitalerfahrung

 

In den letzten zehn Jahren haben fast alle Befragten Erfahrungen mit Spitälern und Kliniken gesammelt: Sechs Prozent waren weder selber Patientin oder Patient noch von einem Spital- oder Klinikaufenthalt einer nahestehenden Bezugsperson betroffen. Bei der Hälfte der Befragten war mindestens eine nahe Verwandte oder eine naher Verwandter hospitalisiert. Rund vier Zehntel waren selber Patientin oder Patient, bei einem Drittel war es eine andere, nichtverwandte Bezugsperson.
Während bei den 18- bis 29-Jährigen nur rund ein Achtel selber hospitalisiert war, ist der Anteil bei den über 70-Jährigen 84 Prozent. Die indirekten Spital- und Klinikerfahrungen sind weniger stark altersabhängig. Selbst in der jüngsten Alterskohorte kamen nur 15 Prozent in den letzten zehn Jahren überhaupt nicht mit Spitälern und Kliniken in Berührung.

Auf dem tiefsten Bildungsniveau haben 57 Prozent in den letzten zehn Jahren eigene Erfahrungen im Spital oder in einer Klinik gemacht. Auf dem mittleren und hohen Bildungsniveau betragen die Anteile 36 und 40 Prozent.
Mit steigendem Einkommen geben die Befragten weniger persönliche Spitalerfahrung an. Bei einem Einkommen bis 3'000 Franken waren 88 Prozent im abgefragten Zeitraum Patienten einer Klinik, die wenigsten Erfahrungen machten Personen mit Einkommen zwischen 7'000 und 9'000 Franken.

Überdurchschnittlich häufig eigene Erfahrungen oder naher Verwandter machen Stimmberechtigte aus der Westschweiz mit 54 respektive 72 Prozent. Am geringsten ist die Hospitalisierungsquote der Befragten in der Deutschschweiz.
Während indirekte Erfahrungen über nahe Verwandte zwischen den Geschlechtern nicht variieren, zeigen sich Unterschiede bei den eigenen Erfahrungen. Männer waren zu 36 Prozent während der letzten zehn Jahre in einer Klinik, der Anteil für Frauen liegt bei 45 Prozent und damit leicht über dem Durchschnitt.