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Einschätzung der Qualität weiter verbessert

 

Die Einschätzung der Qualität des Spitalwesens hat sich 2017 auf hohem Niveau noch weiter verbessert: Leicht angewachsene 43 Prozent (+4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr) der Stimmberechtigten halten die Qualität im schweizerischen Spitalwesen für sehr gut, weitere 54 Prozent zumindest für eher gut. Nur 1 Prozent (−2) finden sie eher schlecht. Eine einzige Person aus den 1200 Befragten beurteilt die Qualität sehr schlecht. Seit der ersten Befragung 2014 zeigt sich somit ein leicht positiver Trend.

In groben Zügen folgt damit die Einschätzung zur Qualität des Spitalwesens der generellen Beurteilung des Gesundheitswesens, bei welcher Kritik an der Qualität ähnlich marginal geäussert wird. Insgesamt finden sich keine Anzeichen dafür, dass dem Spitalwesen innerhalb des Gesundheitswesens eine spezifische Kritik zukommt. Vielmehr kann angenommen werden, dass das Spitalwesen nicht nur objektiv, sondern gerade auch in der subjektiven Beurteilung sehr stark aus einer generellen Sicht auf das Gesundheitswesen heraus beurteilt wird.

In allen soziodemografischen Gruppen wird die Qualität des Spitalwesens in geringem Ausmass als schlecht wahrgenommen. Die höchsten Werte finden sich bei den tiefsten Einkommens- (bis CHF 3'000: 7%) und Bildungsschichten (5%) sowie Personen mit schlechtem Gesundheitszustand (10%).

Ansonsten unterscheiden sie sich die Beurteilungen nur durch die Höhe der sehr guten Einschätzung: Bei Personen zwischen 40 und 49 Jahren (52%), mit hohen Haushaltseinkommen (über CHF 9'000: 50%) sowie links oder rechts der politischen Mitte (je 54%) macht der Anteil «sehr gut» mindestens 50 Prozent aus.