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Spitäler und Kliniken geniessen weiterhin hohe Glaubwürdigkeit

 

Die Spitäler und Kliniken zählen nach wie vor zu den glaubwürdigsten Akteuren in der Gesundheitspolitik (Mittelwert 7.3 auf einer Skala von 0 bis 10, −0.1). Nur die Ärztinnen und Ärzte (7.7, −0.1) geniessen wie schon in den Vorjahren eine noch höhere Glaubwürdigkeit.

Ärztinnen und Ärzte werden von Personen mit tiefen Haushaltseinkommen (8.1) und SVP-Sympathisierenden (8.0) überdurchschnittlich als glaubwürdig empfunden. Personen mit einem mittleren Bildungsabschluss (7.4) sowie die jüngsten Befragten (18 bis 29 Jahre: 7.5) beurteilen Spitäler und Kliniken überdurchschnittlich als glaubwürdig; unterdurchschnittliche Werte finden sich bei den ältesten Befragten (6.8) und Personen mit tiefen Einkommen (6.9).

Weniger Glaubwürdigkeit als im Vorjahr geniessen die Krankenkassen (5.9, −0.6). Sich und ihresgleichen vertrauen die Stimmberechtigten jedoch am wenigsten (5.0, −1.1). Bezüglich Spital- und Gesundheitswesen gilt auch weiterhin, dass das Vertrauen in die Fachpersonen gross, das Selbstvertrauen geringer und seit zwei Jahren rückläufig ist.

Vor allem in der italienischsprachigen Schweiz (6.8), aber auch bei Personen mittlerer Bildung oder CVP- und FDP-Sympathisierenden (je 6.2) geniessen Krankenkassen überdurchschnittliche Glaubwürdigkeit. «Leuten wie Sie und ich» vertrauen insbesondere die tiefsten Einkommens- und Bildungsschichten (je 5.9) und SVP-Sympathisierende (5.5).

Die französischsprachige Schweiz spricht im Vergleich zu den anderen Landesteilen allen vier Akteursgruppen eine tiefere Glaubwürdigkeit zu – bei gleichbleibender Reihenfolge. Umgekehrtes gilt für die deutschsprachige Schweiz und die grossen Agglomerationen, bei welchen alle Akteure mit einer überdurchschnittlichen Glaubwürdigkeit bewertet werden.