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Bereitschaft zum Sparen wächst

 

Die Stimmberechtigten sind mit der heutigen Mittelverteilung im Gesundheitswesen überwiegend zufrieden. Bei der Kindermedizin (29% «mehr» zu 2% «weniger»), der Altersmedizin (24% «mehr» zu 8% «weniger») und den allgemeinen Ärzten (24% «mehr» zu 11% «weniger») überwiegt der Wunsch nach einem Ausbau den Wunsch nach einem Abbau der Mittel sichtbar. Dieser Ausbauwunsch ist bei den Regionalspitälern (17% «mehr» zu 15% «weniger») nur knapp stärker. Hingegen ist bei den ambulanten Spitalleistungen (15% «mehr» zu 23% «weniger») der Abbauwunsch im Jahr 2017 erstmals stärker als der Ausbauwunsch.

In der Trendbetrachtung sind Anzeichen sichtbar, dass sich die Wahrnehmung belastender Kosten auf die Verteilung der Finanzen im Gesundheitswesen auswirkt: In allen abgefragten Bereichen haben die Anteile derjenigen, die mehr Mittel verteilen würden, abgenommen oder sind stabil geblieben. Auf der anderen Seite sind die Stimmberechtigten im Durchschnitt 2017 mehr als im Vorjahr bereit, einzelnen Bereichen weniger Geld zukommen zulassen. Dadurch ergibt sich für die meisten Bereiche eine kleinere Differenz zwischen den Anteilen «mehr» und «weniger».

Ein Bereich, in dem sich diese Differenz in Richtung «mehr ausgeben» entwickelt hat, ist die Kindermedizin (Differenz «mehr» zu «weniger» +27, Veränderung gegenüber 2016 +7). Eine tendenzielle Entwicklung zu mehr Ausgaben zeigt sich auch für die Altersmedizin (+16, +2) und die Allgemeinmediziner (+13, +2). Bei den Regionalspitälern (+2, −5) ist jedoch ein leichter Rückgang bei der Differenz zu erkennen und auch für die ambulanten Spitalleistungen (−8, −15) soll aus Sicht der Stimmberechtigten weniger Geld ausgegeben werden.