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Gesundheitskosten belasten immer mehr Befragte

 

Eine der grösseren Änderungen im diesjährigen H+ Spital- und Klinik-Barometer zeigt sich in der Beurteilung der individuellen Belastung durch die Gesundheitskosten: Fast 94 Prozent (+17) der Stimmberechtigten sind der Meinung, dass die Gesundheitskosten für Haushalte mit mittleren Einkommen eine hohe Belastung darstellen. Die bereits hohe Zustimmung zu dieser Aussage ist binnen Jahresfrist nochmals deutlich angewachsen. Die Einschätzung ist unabhängig vom eigenen Haushaltseinkommen und macht bei fast allen Gruppen über 90 Prozent aus – mit Ausnahme der Parteiungebundenen (85%) und der 18- bis 29-Jährigen (87%).

Die grundsätzliche Zustimmung zur Spitalfinanzierung durch Krankenkassen (72%, −3) und durch den Staat (66%, −3) hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Gegenüber der ersten Befragungswelle hat aber insbesondere die staatliche Finanzierung an Zustimmung eingebüsst.

Eine Finanzierung durch die Krankenkassen begrüssen vor allem Sympathisierende von CVP (80%) und SVP (79%) sowie Personen aus der Deutschschweiz (82%), während Befragte aus der französischen Schweiz eine solche Forderung nur zu 38% begrüssen. Eine staatliche Finanzierung erhält dagegen mehr Zuspruch bei SP-Sympathisierenden (72%) und Parteiungebundenen (70%).