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Stärkere Differenzierung und Gewichtung als früher

 

Der Ruf des Spitals wird von Bewohnern grosser Agglomerationen am stärksten wichtig erachtet (91%), am geringsten von Einwohnerinnen und Einwohnern ländlicher Gebiete (84%). Überdurchschnittlich wichtig ist dieses Kriterium auch in der Deutschschweiz (91%). In der Westschweiz und im Tessin ist dessen Stellenwert unterdurchschnittlich (81% respektive 87%).

Die Bedeutung eines freundlichen Krankenzimmers nimmt mit dem Alter stetig zu und ist für die über 70-Jährigen am wichtigsten (92%). Auch Frauen (90%), Personen aus der Romandie (96%) und solche mit eher gutem Gesundheitszustand (92%) schätzen ein freundliches Krankenzimmer als wichtiger ein als der Durchschnitt der Befragten. Nach politischer Ausrichtung betrachtet, ist dieses Kriterium für Personen mit rechter Ausrichtung (91%) und Nähe zur CVP oder SVP (jeweils 94%) wichtiger.

Die Behandlungs- und Liegezeit wird am stärksten in der Romandie (96%) und von Personen mit eher guter Gesundheit (82%) sowie Nähe zur SVP (89%) als Entscheidungskriterium herangezogen.
Die Faktoren Essen (55%, −12), persönliche Empfehlung (50%, −10) und Nähe zum Wohnort (45%, −8) haben alle an Wichtigkeit eingebüsst. Die Stimmberechtigten differenzieren stärker zwischen sehr wichtigen, eher wichtigen und weniger wichtigen Faktoren als früher.
Die Qualität des Essens ist in der tiefsten Einkommensklasse am wichtigsten (76%) und wird in der Deutschschweiz und von Einwohnerinnen und Einwohnern grosser Agglomerationen am stärksten berücksichtigt (jeweils 61%). Persönliche Empfehlungen oder Nähe zum Wohnort spielen am meisten für Personen über 70 Jahren (66% respektive 70%), mit tiefstem Einkommen (53% respektive 66%) und schlechter Gesundheit (jeweils 57%) eine Rolle.