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Räumliche Nähe tendenziell weniger wichtig

 

87 Prozent der Befragten (+5) sagen, dass Qualität der wichtigere Faktor als die Nähe ist. Vor allem jüngere Altersgruppen gewichten die Nähe des Spitals jedoch höher als dessen Qualität. Ab 50 Jahren nimmt die Zustimmung deutlich ab und beträgt für die über 70-Jährigen noch 63 Prozent. Alle Bildungsgruppen legen hohen Wert auf Qualität, die Zustimmung ist jedoch für das tiefste Bildungsniveau mit 81 Prozent leicht unterdurchschnittlich. Mit steigendem Einkommen wächst das Bedürfnis nach Qualität des Spitals. Am deutlichsten ist dieses in der Westschweiz (89%), weniger wichtig für Personen mit schlechter Gesundheit (57%) im Vergleich zu jenen mit eher gutem bzw. gutem Gesundheitszustand (77% respektive 95%). Anhänger der FDP und SVP sowie Eltern mit minderjährigen Kindern legen überdurchschnittlich grossen Wert auf Qualität.

Immer mehr Befragte würden wichtige Behandlungen auch in einem anderen Kanton durchführen lassen (84%, +4). Seit 2014 hat hier die Zustimmung stetig zugenommen. Wichtige Behandlungen in anderen Kantonen sind für die über 70-Jährigen klar weniger ein Thema (56%), während sie für die 30- bis 39-Jährigen am relevantesten sind (93%). Mit steigender Bildung und einem Einkommen ab 7'000 Franken ist die Bereitschaft für Behandlungen in anderen Kantonen überdurchschnittlich gross. Am geringsten ist diese bei den Tessinern (77%) und Personen mit schlechter Gesundheit (59%).

78 Prozent der Stimmberechtigten fordern eine Zentralisierung von hochspezialisierten Behandlungen (+2). Am stärksten wird diese Zentralisierung von Personen zwischen 30 und 59 Jahren gefordert (zwischen 89% und 80%). Weniger relevant ist sie für Personen mit tiefer Bildung (65%), Einwohner der Romandie (66%) und Befragte mit schlechter Gesundheit (56%). Überdurchschnittlich dafür sind Anhänger der CVP (89%), FDP (80%) und SVP (80%).