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Qualität hat höchste Priorität

 

Beim Entscheid für oder gegen ein Spital sind die Qualität der Behandlung (99% sehr oder eher wichtig, +2), der Arzt (97%, +5) respektive dessen Erfahrung (98%, +6) fast für alle Befragten wichtig, für die meisten sogar sehr wichtig. Ebenfalls von Bedeutung sind die selbst zu bezahlenden Kosten (93%, +8).
Die Zustimmung zum Faktor Qualität der Therapie ist in fast allen Sprachregionen nahezu vollständig (DCH 100%, FCH 99%), nur im Tessin ist sie etwas geringer (90%). Ein ähnliches Muster ergibt sich beim zweitwichtigsten Kriterium, der Erfahrung der behandelnden Ärzte.
Die Person des behandelnden Arztes ist Personen mit tiefer Bildung besonders wichtig (100%), während die Zustimmung bei jenen mit hohem Bildungsabschluss leicht unterdurchschnittlich ist. Im Tessin ist der Entscheid ebenfalls unterdurchschnittlich an die Personalie Arzt gekoppelt (90%).
Die Zusammenarbeit mit vor- oder nachgelagerten Bereichen ist Einwohnern kleiner und mittlerer Agglomerationen besonders wichtig (96%), etwas weniger wichtig für Personen mit hohem Bildungsniveau (93%). Im Tessin spielt es eine unterdurchschnittliche Rolle (89%).

Die selbst zu zahlenden Kosten werden vor allem von Frauen (94%), Personen mit mittlerem Bildungsniveau (95%) und Einwohnern der Romandie bei der Auswahl des Spitals berücksichtigt (97%). Parteipolitisch sind es CVP- (99%) und SVP-Sympathisierende (96%), die überdurchschnittlich auf die Kosten achten.
Das Leistungsangebot des Spitals ist Personen mit schlechtem Gesundheitszustand weniger wichtig (84%) als jenen mit einer eher guten bzw. guten Gesundheit (93% respektive 92%), wird jedoch von Personen mit linker und rechter politischer Einstellung überdurchschnittlich gewichtet (92% respektive 94%). Personen mit Kindern unter 18 Jahren sind eher bereit, Abstriche bei der Leistung zu machen als Kinderlose (88% respektive 92%).