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In jeder Region ein Spital, aber nicht zwingend mit Vollangebot

 

61 Prozent der Befragten wünschen, in Notfällen innerhalb einer Viertelstunde in eine medizinische Einrichtung zu gelangen. In geringerem Ausmass ist ein nahes Angebot auch bei mehrmals wöchentlich wiederkehrenden ambulanten Behandlungen und bei Geburten erwünscht. 63 Prozent würden für einen Routine-Eingriff einen Weg von einer Stunde akzeptieren. Bei einmaligen spezialisierten Eingriffen sind es 69 Prozent. Bei mehrwöchigen stationären Behandlungen in der Psychiatrie (75%) und für eine Rehabilitation (70%) ist eine klare Mehrheit mit einem zweistündigen Weg einverstanden.

Die Stimmberechtigten wollen auch 2017 mehrheitlich in jeder Region ein Spital, aber nicht zwingend ein Vollangebot. Regionale Angebote sind für Notfälle, Geburten und wiederkehrende ambulante Behandlungen erwünscht. Für mehrwöchige stationäre Behandlungen für eine Rehabilitation und in der Psychiatrie sowie tendenziell auch für einmalige chirurgische Eingriffe werden längere Wege in Kauf genommen.
2017 differenzieren die Befragten stärker zwischen den für sie akzeptablen Distanzen: Mehrwöchige stationäre Behandlungen in Psychiatrie und Rehabilitation müssen nicht nahe beim Wohnort durchgeführt werden (je 88% eine Stunde oder mehr, +32). Hier wird eine klar grössere Entfernung als früher zugelassen.

Der Anteil der Befragten, welche einen einstündigen Weg für einen einmaligen chirurgischen Eingriff auf sich nehmen würde, ist 2017 gegenüber dem Vorjahr um neun Prozentpunkte zurückgegangen. Aber immer noch eine klare Mehrheit ist mit dieser Anfahrtsdauer einverstanden (spezialisierter Eingriff: 68%, Routine-Eingriff: 63%).

Bei Notfällen würde fast niemand einstündige Wege akzeptieren (2%, +1) und auch bei mehrmals wöchentlich wiederkehrenden ambulanten Behandlungen (24%, −9) und Geburten (26%, −3) würde nur eine Minderheit eine Stunde oder länger anreisen.