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ConradEngler
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H+ Spital- und Klinik-Barometer

 

Das Wichtigste in Kürze:


Vertrauen in Spitäler und Ärzteschaft

Die Stimmberechtigten haben ein hohes Vertrauen in ihre Ärztinnen und Ärzte, dass diese sie in die geeignetste medizinische Einrichtung überweisen. Dennoch trauen sich die meisten zu, selber ein Spital oder eine Klinik zu wählen. Mehrheitlich geben die Stimmberechtigten an, sich über die Ärzteschaft, Spitäler und Kliniken zu informieren. Dabei wird auch auf Informationen im Internet zurückgegriffen, jedoch erst von einer Minderheit der Befragten. Nur wenige finden es problematisch, wenn Spitäler und Kliniken für sich Werbung machen.

Unverändert gelten die Schweizer Spitäler und Kliniken als sehr wichtig für das Gesundheitswesen, als qualitativ gut und als glaubwürdige Akteure in der Gesundheitspolitik.

Die freie Arzt- und Spitalwahl ist ein hohes Gut für die Stimmberechtigten, auf das die wenigsten ohne weiteres verzichten wollen. Im Zeitvergleich wächst der Wunsch, medizinische Leistungen auf Zentren zu konzentrieren. Die Meinungsbildung hierzu ist aber noch nicht abgeschlossen. Es sollen genügend Ärztinnen und Ärzte ausgebildet werden und das Personal soll die Sprache des Patienten / der Patientin sprechen.

Die Stimmberechtigten würden mehrheitlich allen Bereichen des Spitalwesens gleich viele Finanzen wie bisher zur Verfügung stellen wollen. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt generell die Bereitschaft, mehr Mittel zu sprechen, während der Wunsch nach einer Ausgabenreduktion wächst. Am ehesten würde man der Kinder- und Altersmedizin, den Rehabilitationskliniken und den Universitätsspitälern mehr Mittel zur Verfügung stellen, dafür den Spezialärztinnen und -ärzten in Praxen sowie den psychiatrischen Kliniken die Finanzen kürzen.

Sowohl die Spitalfinanzierung durch den Staat als auch durch die Krankenkassen sind breit akzeptiert. Hohe Qualität rechtfertigt nicht automatisch hohe Gesundheitsausgaben. Entscheidungen über teure Behandlungen sollen von den Patientinnen und Patienten zusammen mit den Spezialistinnen und Spezialisten getroffen werden.

Bei Notfällen, wiederkehrenden Behandlungen und Geburten wünschen die Stimmberechtigten eine medizinische Einrichtung in der Nähe. Bei einmaligen oder mehrwöchigen Aufenthalten ist man bereit, längere Wege auf sich zu nehmen.

Die Stimmberechtigten wollen grundsätzlich, dass in jeder Region die wichtigsten spezialisierten Behandlungen angeboten werden, jedoch wächst die kostenseitige Kritik an einem zu dichten Spitalnetz. Man möchte die hochspezialisierte Medizin auf Zentren konzentrieren.

Es bleibt jedoch dabei, dass Qualitätskriterien aus Sicht der Befragten wichtiger sind als die Nähe der medizinischen Einrichtung. Ebenso sind "weiche" Faktoren wie Restauration und Hotellerie zwar wichtig, aber nicht sehr wichtig.