Kontakt

Medienkonferenzen

 

H+ Jahresmedienkonferenz 2017

Ambulante Tarife und Schnittstelle stationär-ambulant: H+ zeigt Wege aus der Sackgasse auf

Obwohl H+ im November 2016 dem Bundesrat einen komplett überarbeiteten ambulanten Tarif eingereicht hatte, leitete dieser im März 2017 mit dem Start der Vernehmlassung einen zweiten Eingriff in die veraltete TARMED-Struktur ein, mit Mindereinnahmen für die Leistungserbringer von CHF 700 Mio. Gleichzeitig fordern einige Kantone und der Bund, dass die Spitäler und Kliniken ihre Behandlungen so weit wie möglich ambulant statt stationär durchführen. Eine Forderung, die H+ im Grundsatz unterstützt, jedoch nur unter der Bedingung, dass die Spitäler und Kliniken diese Leistungen auch kostendeckend erbringen können. Dies ist mit dem heutigen TARMED in vielen Bereichen unmöglich und wird durch den Tarifeingriff weiter erschwert.

An der Medienkonferenz verdeutlichte H+ Präsidentin Isabelle Moret, warum eine neue Tarifstruktur für den ambulanten Bereich dringend notwendig ist und warum einseitige Eingriffe des Bundes in die ambulante Tarifstruktur hinderlich für die Wiederbelebung der Tarifpartnerschaft sind. Bernhard Wegmüller präsentierte Möglichkeiten von Pauschalen an Schnittstellen zwischen stationär und ambulant und zeigte damit einen Weg aus der Sackgasse auf. Dr. Werner Kübler, Spitaldirektor des Universitätsspitals Basel und H+ Vizepräsident zeigte anhand einiger Beispiele aus seinem Spital auf, in welchen Bereichen Pauschalen möglich sind, warum diese von Nutzen sind und welche Spielregeln gelten sollten. Matthias Mühlheim, Admin. Direktor Reha Rheinfelden und H+ Vizepräsident erläuterte, wo es in der ambulanten Rehabilitation bereits Pauschalen gibt und warum diese sinnvoll ist.

  

Archiv
2006–2016