Grundlagen
Rahmenbedingungen
Die H+ Bildungspolitik bewegt sich im Rahmen der Bundesgesetzgebung, der darauf beruhenden Bildungssystematik und der kantonalen Gesetzgebung. Massgebend sind zudem die Entscheide zur Positionierung der Gesundheitsberufe.
Sofern erforderlich, ergreift H+ Initiativen zur Veränderung oder Ergänzung der Rahmenbedingungen.
Zudem nimmt H+ Stellung zu nationalen und interkantonalen Vorlagen, welche direkt oder indirekt die Finanzierung und die Qualität von Bildungsangeboten im Gesundheitswesen betreffen.
Strategische Ziele und Grundsätze
Das oberste Ziel der H+ Bildungspolitik ist die Sicherstellung des beruflichen Nachwuchses. Allen Versorgungsbereichen und -stufen soll genügend bedarfsgerecht ausgebildetes Personal zu Verfügung stehen.
H+ räumt der Aus- und Weiterbildung im Inland gegenüber der Rekrutierung ausländischen Personals Priorität ein. Die fachliche und soziale Integration des im Ausland ausgebildeten Personals ist im Rahmen von Weiterbildungs- und Personalentwicklungskonzepten gezielt zu fördern.
Im Hinblick auf die Einführung der leistungsorientierten Finanzierung (DRG) ist die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sicher zu stellen. Betriebliche Aus- und Weiterbildungsleistungen und die Qualitätssicherung sind durch finanzielle Anreize zu fördern.
Ziele im Einzelnen
Bedarfsorientierung
Bildungsinvestitionen sollen sich am aktuellen Bedarf und an absehbaren Entwicklungen im Gesundheitswesen und am Arbeitsmarkt orientieren.
Kompetenzansatz
Bildungsangebote sollen sich an Arbeitssituationen und -prozessen orientieren und die Lernenden befähigen, in der Praxis erfolgreich zu handeln.
Die Vermittlung von Wissen soll stufengerecht erfolgen und dem Erwerb und der Erweiterung von Handlungskompetenzen dienen.
Persönliche Ressourcen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und eigenständiges Lernen sind auf allen Bildungsstufen zu fördern.
Durchlässigkeit und Modularisierung
Das Bildungssystem soll unter Berücksichtigung europäischer Entwicklungen national harmonisiert und durchlässig gestaltet werden.
Bildungsgänge sind zu modularisieren. Das Angebot interdisziplinär und interprofessionell ausgerichteter Module ist zu fördern.
Betriebliche Bildung und Praxiserfahrungen
Betriebliche Bildungsangebote und in der Praxis erworbene Kompetenzen sollen nach national einheitlichen Kriterien validiert und als Bildungsleistungen formell anerkannt werden.
Qualität und Effektivität
Die Qualität von Bildungsangeboten ist nach Standards zu überprüfen, welche Qualitätsvergleiche und die Ableitung von Verbesserungsmassnahmen erlauben.
Im Rahmen von branchenspezifischen Evaluationskonzepten sind die Nachhaltigkeit von Bildungsinvestitionen und der Nutzen für die Praxis zu überprüfen.
