Kontierungsrichtlinien
Die Notwendigkeit der Definition einer Harmonisierungsebene im Rechnungswesen der schweizerischen Spitäler ist unbestritten. Der Finanzkontenrahmen ist den heutigen Anforderungen angepasst worden. Er trägt den eingetretenen Veränderungen Rechnung und versucht, die sich abzeichnenden Entwicklungstendenzen einzufangen. Die 7. Ausgabe, 2012 des Kontenrahmens H+ ersetzt die 6. überarbeitete Ausgabe, 2008.
Zum Teil historisch gewachsene Richtlinien wurden berücksichtigt. Basis des Kontenrahmens H+ wird der Kontenrahmen der kleinen und mittleren Unternehmen in Produktion, Handel und Dienstleistung (KMU-Kontenrahmen) (vgl. Sterchi). Der Kontenrahmen KMU wurde als zukunftsgerichtetes Hilfsmittel konzipiert. Er hat das frühere Standardwerk von Herrn Prof. Dr. Karl Käfer, welches während mehr als 50 Jahren für das Rechnungswesen in der Schweiz wegweisend war, abgelöst. Die Umsetzung in den Spitälern erfolgt stufenweise.
Auf die Buchungstechnik (Buchungssatz) hat die Unterscheidung zwischen dem alten und dem neuen Kontenrahmen keinen Einfluss. Im KMU-Kontenrahmen wird eine verfeinerte, ausführlich verästelte Gruppierung angewandt, was der Darstellung nach Swiss GAAP FER nahe kommt.
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